Antönnchen, der kleine Hase, ist neu im Wald. Doch schnell findet er Freunde ...

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Hübschen: Antönnchen, der kleine Hase

Ersch. Dezember 2008
Taschenbuch
Format: 19 cm * 21 cm
Umfang: 50 Seiten
Mit Hörbuch-CD: Das komplette Buch vorgelesen durch den Autor
Illustriert von Gabriele Russell
Innenteil schwarzweiß
Preis: 14,90 Euro
ISBN: 978-3-938329-40-5
Gewicht: 131 g
Für eine größere Abbildung auf das Buch klicken.



Jürgen Hübschen

Antönnchen, der kleine Hase
Gute-Nacht-Geschichten für große und kleine Leute

Antönnchen, der kleine Hase, ist von zu Hause weggelaufen und neu im Wald. Was für ein Glück, dass er gleich auf das Vögelchen Carolinchen trifft, das auch sofort seine Freundin sein möchte, und dass er nicht zuerst auf den gefährlichen Fuchs stößt! Carolinchen kann ihn nicht nur vor dem Fuchs warnen, es kann ihm auch die leckersten Futterplätze zeigen und ihn mit seinen Freunden bekannt machen, so dass er bald nicht mehr allein sein muss ...
Fünf liebenswerte Vorlese-Geschichten über das Leben der Tiere im Wald.

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Leseprobe

Warum ein klener Hase nicht Anton heißen wollte

Es war einmal ein kleiner Hase, dem hatten seine Eltern den Namen „Anton“ gegeben. Darüber war der kleine Hase ganz traurig, weil er nicht so heißen wollte. Für ihn waren Tiere, die so einen Namen hatten, groß und dick, so wie Elefanten oder Nashörner oder Flusspferde oder höchstens ganz alte dicke Hasen mit riesigen Ohren und einem Schwanz so dick und rund wie eine Klobürste. Aber seine Eltern fanden den Namen schön, vor allem, weil auch schon sein Opa und sein Papi den Namen Anton hatten; eigentlich hießen alle Männer-Hasen in seiner Familie Anton. Die anderen Tiere sagten deshalb, das wäre eine richtige Anton-Hasen-Familie.
Dazu wollte der kleine Hase aber nicht gehören und lief deshalb einfach weg in den Wald. Dort fand er einen dicken Busch, unter dem er sich verstecken konnte. Da saß er nun ganz alleine, weinte ein bisschen, und die Tränen liefen aus seinen großen Hasenaugen, an seinen braunen Bäckchen runter, bis sein kleines Hasenschnäuzchen ganz nass war und es auf seiner kleinen roten Zunge salzig schmeckte. „Wäre das schön, wenn ich Felix heißen würde oder Hänschen, vielleicht auch Johann oder Jakob“, träumte der kleine Hase, und als es dunkel wurde, kuschelte er sich in den warmen Sand unter den grünen Zweigen und schlief ein.
Wie lange er geschlafen hatte, wusste er nicht, als er plötzlich ein „piep-piep-piep-piep, piep-piep-piep-piep“ hörte. Er stellte seine Hasenohren, die beim Schlafen auf seinem Rücken gelegen hatten, auf und lauschte. Erst dachte Anton, er hätte geträumt, aber da war es wieder, dieses „piep-piep-piep-piep, piep-piep-piep-piep“, das so fröhlich und lustig klang. Der kleine Hase Anton guckte nach links und nach rechts und als er nach oben guckte, sah er einen kleinen Vogel in den grünen Zweigen sitzen. „Wer bist du, was pfeifst du für ein Lied, und warum sitzt du in diesem Busch?“, fragte er das kleine Vögelchen.
„Ich bin das kleine Vögelchen Carolinchen piep-piep-piep-piep, piep-piep-piep-piep, das ist mein Lieblingslied, das alle Tiere hier im Wald kennen. Dieser Busch hier ist mein Guten-Morgen-Busch, in dem ich immer sitze und mich auf den neuen Tag freue. Und wer bist du? Was machst du hier, und warum siehst du so traurig aus?“
„Ich bin ein kleiner Hase, das siehst du doch. Ich wohne hier“, sagte Anton.
„Hast du keinen Namen?“ fragte Carolinchen. „Warum habe ich dich früher hier noch nicht gesehen?“
„Ich bin von zu Hause weggelaufen, und meinen Namen möchte ich nicht sagen.“ – „Warum bist du von zu Hause weggelaufen und warum willst du mir deinen Namen nicht sagen?“, fragte das kleine Vögelchen Carolinchen.
Anton der kleine Hase schämte sich und sagte: „Ich habe einen Namen, der nur zu Elefanten, Nashörnern, Flusspferden oder dicken alten Hasen mit riesigen Ohren und einem Schwanz so dick und rund wie eine Klobürste passt, und weil mir meine Eltern keinen anderen Namen geben wollten, bin ich einfach weggelaufen in den Wald.“
Carolinchen hüpfte jetzt oben aus dem Busch auf einen Zweig direkt vor Antons Hasennäschen und sagte: „Wenn du deinen Namen nicht laut sagen willst, dann kannst du ihn mir doch leise in mein Ohr flüstern. Heb mal deine Pfote, damit ich darauf hüpfen kann und du mit deinem Schnäuzchen ganz nah an meinem Ohr bist.“
Anton hob seine Vorderpfote, Carolinchen hüpfte drauf und hielt die Federn auf seinem Köpfchen, in denen sich die kleinen Vogelohren verstecken, ganz nah an das Hasenschnäuzchen. Und der kleine Hase flüsterte in Carolinchens Ohr: „Ich heiße Anton, und darüber bin ich ganz traurig, weil ich kein Elefant bin und kein Nashorn und kein Flusspferd und auch kein alter dicker Hase mit riesigen Ohren und einem Schwanz so dick und rund wie eine Klobürste.“
Da musste Carolinchen erst einmal lachen und sagte. „Hei, Anton, wenn du deinen Namen hässlich findest, dann müssen wir einen anderen für dich finden. Weißt du was, ich sollte eigentlich auch Caroline heißen, aber weil ich fand, dass das nur ein Name für große Vögel ist, habe ich einfach gesagt: Ich heiße Carolinchen. Und so machen wir es jetzt mit dir auch. Du heißt jetzt nicht mehr Anton, sondern Antönnchen , das passt auch viel besser zu dir. Und weil dich ja hier im Wald noch keiner kennt und niemand weiß, dass deine Eltern dir den Namen „Anton“ gegeben haben, fliege ich jetzt zu all meinen Freunden und erzähle ihnen, dass bei uns im Wald ein kleiner Hase wohnt, der Antönnchen heißt. Wie findest du das, Antönnchen?“
Der kleine Hase war ein bisschen durcheinander, weil man sich doch nicht einfach einen anderen Namen geben kann. Aber weil Carolinchen so fröhlich war und sie doch eigentlich Recht damit hatte, dass im Wald ja niemand wusste, dass seine Eltern ihm den Namen Anton gegeben hatten, sagte er: „Wenn du meinst, dass ich einfach so einen anderen Namen haben kann, bin ich jetzt eben nicht mehr Anton, sondern Antönnchen.“
Und dann probierte der kleine Hase erst einmal aus, wie sein neuer Name klang, und sagte in seinen kleinen Hasenbart erst leise und dann immer etwas lauter: „Antönnchen, Antönnchen, Antönnchen“; und jedes Mal gefiel ihm sein neuer Name besser.
Er lachte, machte einen kleinen Hasensprung, dann einen Purzelbaum und rief laut in den Wald hinein: „Ich bin Antönnchen, der kleine Hase! Ich bin Antönnchen, der kleine Hase!“ Und vor lauter Freude machte er einen zu kurzen Purzelbaum und fiel mit der Nase in den Sand. Da musste er prusten und husten, aber Carolinchen rief: „Piep-piep-piep-piep, piep-piep-piep-piep. Ich fliege jetzt in den Wald und erzähle allen Tieren, dass ich einen neuen kleinen Freund habe, der Antönnchen heißt und ein kleiner Hase ist.“
Und schwups war Carolinchen in den Bäumen verschwunden.
Antönnchen, der kleine Hase, aber saß ganz glücklich unter seinem grünen Busch und sagte: „Jetzt habe ich eine Freundin, und weil ich sie hier getroffen habe, ist jetzt der Guten-Morgen-Busch von Carolinchen mein Lieblingsbusch und auch mein neues Zuhause.“ Und damit machte er ein kleines Schläfchen.

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