Alfons Huckebrink: Königsberger Küsse. Der Schriftsteller Crispin Farwick reist auf den Spuren des napoleonischen Feldchirurgen Larrey nach Königsberg und lernt dabei vor allem das heutige Kaliningrad kennen.

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Huckebrink: Königsberger Küsse

Erschienen Juli 2008
Reihe: Sonderpunkt Roman, 3
Taschenbuch
Format: 14,5 cm * 20,5 cm
Umfang: 164 Seiten
Preis: 12,90 Euro
ISBN: 978-3-938329-27-6
Gewicht: 237 g
Lesungen: Termine



Alfons Huckebrink

Königsberger Küsse
Roman einer Reise

Königsberg – ein Name, der Erinnerungen weckt.
Kaliningrad – eine Stadt, in der Geschichte greifbar ist.

Crispin Farwick ist auf Forschungsreise. Mit einem historischen Stadtplan bewaffnet, begibt er sich auf die Spuren des napoleonischen Arztes Jean-Dominique Larrey, der im Winter 1812/13 den Rückzug der Grande Armée begleitete. Dabei begegnet er Kaliningrad, der Stadt der Gegenwart, sowie Valentina, einer Russin, die ihm klar macht, wie wichtig eine Liebesgeschichte ist, egal in welcher Zeit man sich bewegt. Zusammen mit ihr, dabei jede Menge Kekse vertilgend, spürt er dem Arzt und einer Zeit nach, die auch einmal bewegende Gegenwart war. Und kehrt immer wieder zurück ins lebenspralle Heute dieser einzigartigen Stadt.

Eine Reisegeschichte, die, atmosphärisch dicht und detailreich, einen Bogen spannt zwischen der Lebensgeschichte des außergewöhnlichen Arztes und der nachsowjetischen Gegenwart der Touristenbusse und anderer kapitalistischer Errungenschaften wie z. B. der Königsberger Küsse, die den Weg aus einer deutschen Keksfabrik in die Stadt am Pregel finden ...

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Leseprobe

Sie verharrte einen Augenblick, legte eine Einkaufstüte auf den Rücksitz, schaute wieder in seine Richtung und  schritt auf ihn zu. Kein Zweifel, dachte er nervös, sie hält direkt auf mich zu. Dann stand sie vor ihm und deutete, bevor sie ihn ansprach, mit dem Finger auf seinen Rucksack.

Auch nach Königsberg fahren Sie?

Russin, vermutete Farwick nicht nur wegen ihres deutlichen Akzents. Sie betonte den Ortsnamen auf der letzten Silbe. Ihre Augen leuchteten unter dem billigen Reklameschirm. Sie schaute interessiert zu ihm auf. Er war überrascht, dass sie die Stadt bei ihrem alten deutschen Namen benannte.

Er wusste nicht gleich, was er ihr entgegnen sollte, und blickte auf seinen Rucksack herab. Dann sagte er, deutlich betonend: Ja. Kaliningrad. Mit dem Bus nach Kaliningrad.

Er fühlte sich verpflichtet, den russischen Namen zu benutzen, und ergänzte traurig:

Wenn der überhaupt noch kommt. Sie haben wohl irgendwo eine Panne gehabt.

Ich fahre dorthin auch, sagte sie. Schaden ist jetzt repariert. Ich habe gerade mit Firma Düsterbeck telefoniert. Sie werden in einer halben Stunde hier ankommen. Ist sicher. Ich heiße Valentina.

Unnachahmlich ihre Aussprache des Firmennamens: Dusterrrrbeck! Sie war gewiss erst Anfang dreißig und sprach ziemlich gut Deutsch. Was dachte sich Farwick? Vielleicht hat sie sich diesen Schliff als Übersetzerin erarbeitet, war in der Wirtschaft tätig. Deutsch-russisches Bussiness. Er konnte sich die zierliche Frau gut zwischen gewieften Managern vorstellen, Stahl oder Erdgas, denen sie mit ihrer kehligen Stimme abwechselnd in den Ohren lag. Sie roch gut. Sie verbreitete Zuversicht an diesem lausigen Ort des Wartens.

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